logo.gif (1847 byte)

KEINE HECKE UND KEIN BAUM
di Nunzio Cocivera

Szene: Ein PlÓtzchen mit BÓumen, Statuen oder Springbrunnen in der Mitte und einer Parkbank. 
Kinder die Versteckspielen im Alter von 9 bis 10 Jahren.

Tuccio: Ich habe dich gesehen, komm raus!

Marco: Hier bin ich, aber das zÓhlt nicht, du gewinnst immer; genug kommt raus ich habe es satt. (Es 
Kommen drei andere Kinder welche sich auf die nahstehenden ParkbÓnke setzen).

Nicola: Was machen wir?

Mirko: Weiss nicht!

Lucia: Ich habe eine Idee

Tuccio: Lass mal h˛ren!

Lucia: Ich habe eine Amsel gesehen, welche ihren Kleinen was zum Essen brachte da oben auf dem 
Eschenahorn (Sie zeigt auf einem Baum ausserhalb der Szene).

Marco: Was ist ein Eschenahorn?

Lucia: Der Baum dort unten ist ein Eschenahorn!

Nicola: Lassen wir den Namen sein, sie ist wie wir wissen bereits eine Expertin!

Marco: Ich mag ihre ErklÓrungen, erzÓhle uns noch von diesem Baum, los Lucia.

Mirko: Mensch; ich wollte von den Amseln wissen!

Nicola: Nachher sprechen wir von den Amseln, los Lucia

Lucia: Der Eschenahorn ist original aus Nordamerika, er wurde in Europa im siebzehnten Jahrhundert in Frankreich eingef¨hrt. Um sich spÓter in europÓischen PÓrken und GÓrten auszubreiten. Es gibt verschiedene Arten, dieser ist von einem normalen gr¨n, wo die BlÓtter im Herbst gelb werden.
Dann gibt es unterschiedliche Ueberpflanzungen wie VIOACEUM (VeilchengewÓchse mit violafarbigen Keimen bedeckt von weissen Flaum AURATUM mit glÓnzenden gelben BlÓttern und eine ander Sorte, die verbreiteste mit verschiedenartigen BlÓttern sowie VARIEGATUM mit weissrÓndigen BlÓttern. Der Eschenahorn ist widerstandsfÓhig bei Trockenheit und bei Frost und geh˛rt zu den Familien der ACER (Ahorn).

Mirko: Vorhin hast du von den Amseln gesprochen und nun?

Lucia: Es ist sch˛n zuzusehen wie sie m¨hevoll ihre Kleinen f¨ttern.

Tuccio: Es ist bl˛d zuzusehen!

Nicola: Warum, auch ich habe ein kleinen Nest dort mit Rotkehlchen gesehen zwischen den Dornen, gehen wir Um sie anzusehen?

Marco: Wir k˛nnen auch umhergehen und sehen ob es Wildblumen gibt und sie pfl¨cken und Lucia kann uns ErklÓren wie sie heissen.

Tuccio: Auch das ist bl˛d, ausserdem kennt sie nicht alle.

Lucia: Du bist bl˛d! Auch wess es wahr ist, das ich nicht alle kenne.

Marco: Also, gehen wir zur¨ck nach Hause?

Mirko: Bei mir zuhause ist niemand zu dieser Zeit und die Kassetten habe ich schon alle gesehen!

Tuccio: Guckt mal, Einwanderer!

Mirko: Ich habe Angst falls sie herkommen!

Marco: Angst, du brauchst keine Angst zu haben, Papa sagt das es arme Christen sind.

Nicola: Arme Christen! Sie dringen in unseren Ort und in unseren Leben ein, rauben uns die Arbeit und Verseuchen den Markt!

Tuccio: Sie machen ihre Bed¨rfnisse auf dem Markt?

Lucia: Was?

Mirko: Sie pischen auf dem Markt!

Nicola: Was habt Ihr verstanden?

Tuccio: Du hast behauptet das sie den Markt verseuchen!

Nicola: Den Arbeitsmarkt, mein Vater arbeitet in einer Baumschule, vorher verdiente er auch achtzigtausend Am Tag, jetzt geben sie ihm sechzig und wisst Ihr weshalb? Weil sie f¨r vierzig oder f¨nfzigtausend Arbeiten.

Lucia: Die Armen werden ausgenutzt!

Nicola: Wenn es so weitergeht, das tausende ankommen sind wir ruiniert.

Mirko: Ja Verbrecher sind schon genug in Italien, wir wollen keine anderen.

Lucia: Es sind nicht alle Verbrecher, aber leider die FÓlle von guten Leuten die arbeiten und auch manchmal Anderen helfen sind keine Ereignisse und kommen nicht als Nachricht in unsere HÓuser und doch gibt Es viele davon.

Marco: Sicher, ist eine Nachricht ¨ber eine Straftat von einem Einwanderer ausgef¨hrt ein Ereignis.

Lucia: So nimmt die Unduldsamkeit zu.

Mirko: Papa sagt das wir mit der Zeit grosse Probleme bekommen.

Nicola: Wir m¨ssten sie wieder ins Meer schmeissen.

Lucia: Du bist gemein.

Nicola: Gemein, ich bin realist und die sind ein realistisches Problem sie schmeissen uns aus den HÓusern.

Tuccio: Nach meiner Meinung......................................

Marco: Wenn es ihnen gutgegangen wÓre wÓren sie zuhause geblieben, findest du nicht?

Lucia: Manchmal fl¨chten sie vor dem Krieg in ihrem Ort.

Nicola: Sie haben nichts zum essen aber die Waffen finden sie, wie ist das m˛glich?

Tuccio: Ich weiss nicht, aber stell dich an ihre Stelle wenn du kein Essen und kein Wasser hÓttest und w¨rdest Dein Leben riskieren, was w¨rdest du machen?

Marco: Ich w¨rde weglaufen um was besseres zu finden. Ich w¨rde auswandern um zu ¨berleben, f¨r viele ist es So!

Nicola: Aber warum alle in Richtung Italien?

Lucia: Manchmal weil es nÓher ist und demokratisch. (Bo) Weiss nicht!

Mirko: Man h˛rt das sie vor¨bergehend hier sind aber viele bleiben und stehlen und auch andere hÓssliche Sachen.

Lucia: Man sollte keinen B¨ndel aus jedem Gras machen. Es gibt zwischen ihnen auch gute Leute.

Tuccio: Sowie die Kurden, sie haben keine M˛glichkeit und fl¨chten ihr ganzes Leben, sie sind ein fl¨chtendes Volk.

Nicola: Sie sind Terroristen!

Lucia: Man hat viel vom PKK von ihrem Anf¨hrer geredet und ich habe Mama und Papa gefragt ob sie mir ErklÓren k˛nnen warum man sie Terroristen nennt.

Marco: Was haben sie dir gesagt?

Nicola: Lass mal h˛ren!

Lucia: Seid Jahren werden sie verfolgt und umgebracht vor allem in der T¨rkei im Irak und in anderen 
Oerten die ich nicht kenne, um sich zu wehren benutzen sie Waffen ¨ber terroristische Handlungen aus wobei Es manchmal unvermeidbar ist zu ¨berleben.

Nicola: Sie sind DrogenhÓndler.

Marco: Sie sind Partisanen wie in Italien in der Kriegszeit.

Lucia: Manchmal verkaufen sie vielleicht die Drogen um sich Ihre Verteidigung zu finanzieren.

Mirko: Wir f¨hren unn¨tzliche Diskussionen, wobei es auch ohne ihnen schlecht geht.

Nicola: Aus aller Welt st¨rmen Araber, Neger und Gelbe in Italien ein, es ist eine dramatische Situation sie schmeissen Uns demnÓchst aus unseren HÓusern raus.

Lucia: Wir haben zumindest ein Haus und was zum Essen, viele von ihnen nicht.

Tuccio: Wei▀t du was Dario F. im Fernsehen gesagt hat, als die Italiener in Amerika eingewandert sind wurden sie Auch f¨r alles beschuldigt.

Marco: Auch mein Opa ist in den f¨nfziger Jahren in die Schweiz eingewandert.

Mirko: Also m¨ssten wir tolleranter sein!

Nicola: Tolleranter! Das ist nicht so einfach!

Tuccio: In der Tat die Angst bleibt, mein Vater sagt es ist umungÓnglich. Wir m¨ssen mit der Auswanderung leben Der Mensch hat in vielen Gegenden der Welt keine andere Wahl als fortzugehen oder zu sterben.

Marco: Wie die Kurden, sie haben nichteinmal ihre eigene Nation.

Lucia: Nicht eine Hecke, nicht einen Baum

Nicola: Wie? ( Sie treten nÓher an Lucia ran)

Lucia: Ich habe ¨ber die V˛gel nachgedacht.

Marco: Die V˛gel?

Lucia: An die Amseln von vorhin und an das Rotkehlchen.

Marco: Ich verstehe nicht

Lucia: Ich denke das sie auch im Krieg eine Hecke oder einen Baum als Haus finden.

Tuccio: Willst du die V˛gel mit den Menschen vergleichen?

Marco: Vielleicht fang ich an zu verstehen was sie meint.

Nicola: Ich habe es noch nicht verstanden

Marco: Vielleicht wollte sie sagen das viele Menschen in der Welt traurig sind wie die Kurden die manchmal Keine Hecke und keinen Baum haben.
Mirko: Das ist traurig!

Nicola: Wenn man nachdenkt ist es wahr!

Lucia: Leiden!

Marco: Es ist traurig!

Tuccio: Machen wir was?

Im Chor: Was!!?

Tuccio: Selbst wenn sie keine Hecke und keinen Baum haben, k˛nnen wir einen Kuss geben und sie umarmen!

Chor: Umarmen wir sie!! (Sie stehen auf und laufen aus der Szene raus als wenn sie den Einwanderen entgegen Laufen).

(FINE)